Konstanze Quirmbach, Online Adventskalender 2019

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An Wunder glauben

Ein kleiner Junge sa├č traurig auf einer Bank am Rande des Spielplatzes. Eine Dame setzte sich neben ihn. Nach einer Weile fragte die Frau freundlich, weshalb er nicht mit den anderen Jungen spiele?

Da erkl├Ąrte er ihr, dass ihm nicht zum Lachen zumute sei. Seine kleine Schwester habe eine schlimme Krankheit mit den Augen und nun weine sie jeden Tag, weil es nicht mehr hell w├╝rde! "Meine Mama sagt, dass nur eine sehr teure Operation helfen w├╝rde, damit sie jemals wieder sehen k├Ânne."

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An Wunder glauben

Ein kleiner Junge sa├č traurig auf einer Bank am Rande des Spielplatzes. Eine Dame setzte sich neben ihn. Nach einer Weile fragte die Frau freundlich, weshalb er nicht mit den anderen Jungen spiele?

Da erkl├Ąrte er ihr, dass ihm nicht zum Lachen zumute sei. Seine kleine Schwester habe eine schlimme Krankheit mit den Augen und nun weine sie jeden Tag, weil es nicht mehr hell w├╝rde! "Meine Mama sagt, dass nur eine sehr teure Operation helfen w├╝rde, damit sie jemals wieder sehen k├Ânne."

Da meinte die Dame, dass solch eine Operation sicherlich gelingen w├╝rde.
"Das glaube ich ja auch", sprach der Junge aufgeregt weiter, "aber wir haben kein Geld. Jeden Tag sage ich zu meinem Papa, dass er ein Wunder machen soll. Er ist doch schon im Himmel und kann doch mit dem lieben Gott sprechen."

Diese Worte r├╝hrten an das Herz der guten Frau. So fragte sie ihn, warum er nicht selbst einen Brief an den lieben Gott schreibe? "W├╝nsche von Kindern, die an Wunder glauben, gehen am allerschnellsten in Erf├╝llung!" Die Augen des Jungen leuchteten kurz auf, doch dann sagte er kleinlaut, dass er ja noch nicht schreiben k├Ânne. Die Dame bot ihm an, den Brief f├╝r ihn zu schreiben. Als sie ihn nach seiner Adresse befragte, konnte er ganz stolz den Stra├čennamen sowie die Hausnummer benennen.

In der darauffolgenden Woche brachte der Postbote einen Brief in dem Folgendes stand:
"Ein kleiner Junge hat Gott um ein Wunder gebeten, dieser Wunsch wird umgehend erf├╝llt! Bitte bringen Sie Ihre Tochter am n├Ąchsten Dienstag in das Krankenhaus. Der Professor pers├Ânlich wird die gew├╝nschte Operation durchf├╝hren. Als Bezahlung wird erbeten, dem Facharzt einen Apfelkuchen zu backen, den er ├╝ber alles liebt."

Von diesem Tag an glaubte der kleine Junge an Wunder. Es war ja auch ein Wunder gewesen, dass sich die Frau eines ber├╝hmten Augenspezialisten zuf├Ąllig zu ihm auf die Bank gesetzt hatte.

 

© Gisela Rieger; aus dem Buch┬á"Geschichten die dein Herz ber├╝hren", ISBN 978-3-00-053788-2
(Wir nutzen die Geschichte mit freundlicher Genehmigung durch die Autorin.)

 
 
 
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