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    Affirmationen machen stark

Affirmationen
– sich selbst bewusst durch Gedanken stärken –

Affirmationen machen stark

Die neuere Hirnforschung kommt dem Denken immer mehr auf die Spur. Sie bestätigt, was wir alle schon lange geahnt haben: Wie und was wir denken, hat großen Einfluss auf die Aktivitäten in unserem Gehirn und auf unseren Gemütszustand. Es macht für die Entwicklung des Gehirns einen enormen Unterschied, ob wir negativ oder positiv denken.

Denken Sie negativ, produziert Ihr Gehirn entsprechende Gefühle, es verhärten sich pessimistische Glaubenssätze, die sich weiter auf Ihr Handeln auswirken.

Denken Sie positiv, geschieht das Gleiche – nur eben auf der positiven Seite. Positive Gedanken begünstigen Wohlfühlhormone. Und weil Sie sich wohler fühlen, produziert Ihr Gehirn noch mehr zuversichtliche und vertrauensvolle Gedanken.

Emile Coué gilt als Vater von Affirmationen und Autosuggestion.

„Jede Vorstellung hat die Tendenz, sich zu verwirklichen.“

„Die Kraft, Berge zu versetzen, liegt in uns selbst.“

Wie denken Sie von sich selbst?
Positiv?
Negativ?

Affirmationen

Affirmationen wirken autosuggestiv – hypnotisch

Autosuggestion bedeutet Selbstbeeinflussung. Wir beeinflussen uns selbst durch Vorstellungen und Worte, die in das Unterbewusstsein eindringen sollen. Wir glauben an das, was wir sagen und glauben an uns selbst. Wir formulieren Inhalte über Ziele, Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte – Inhalte, deren Einfluss wir verstärkt spüren oder deren Verwirklichung wir sehen wollen.

Das wiederholte Sprechen von Affirmationen gehört zu den Verfahren der Autosuggestion. Wikipedia: „Der Erfolg der Autosuggestion wird umso wahrscheinlicher, je konsistenter und länger (bzw. öfter) sie angewendet wird.“

Stärkung der Persönlichkeit

Affirmationen können als Ressource und zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit genutzt werden. Es ist ganz einfach:  Bringen Sie sich in Verbindung mit Ihren positiven Seiten und Gefühlen und formulieren Sie dann Sätze, durch die Sie sich unterstützt fühlen – formulieren Sie Ihre ganz eigenen Affirmationen und greifen Sie immer wieder darauf zurück, wenn es notwendig ist.

Mit Affirmationen suggerieren wir uns, schon an Ziel angekommen zu sein: “Ich bin stark.“ „Ich bin gesund.“ „Ich bin erfolgreich.“ „Das Leben liebt mich.“ – Solche Sätze entfalten Wirkung. Wir glauben, was wir sagen, und stellen es uns innerlich – mit jeder Körper- und Gehirnzelle – intensiv vor. Zunehmend übernimmt die positive Vorstellung die Führung von Gedanken und Gefühlen.

Niemand kann eine Vorhersage darüber machen, was welcher Satz bewirkt. Nur Sie selbst können ausprobieren, was Sie wirklich stark macht.

Mit Affirmationen können Sie zum Beispiel

  • den Glauben an sich selbst stärken;
  • mehr Vertrauen entwickeln;
  • mehr Entschlossenheit zulassen;
  • positive innere Dialoge führen;
  • sich selbst fördern und unterstützen;
  • mutiger werden.

Das haben Sie davon:

  • Sie gewinnen mehr Bewusstheit über Ihre eigenen Denkmuster.
  • Sie achten besser auf Ihre Gedanken und Gefühle.
  • Sie nehmen positiven Einfluss auf sich selbst.
  • Sie spüren, wie Sie stark aus eigener Kraft stark werden.

Wegbereiter für Visionen

Gedanken haben Konsequenzen. Prägen wir uns Gedanken ein, dann hat das Konsequenzen: Der Gedanke wird uns vertraut, er wird zur inneren Überzeugung, er wirkt in unsere Worte und Handlungen hinein. Und damit wird auch verständlich, dass Affirmationen das verstärken, was wir sehen wollen, was wir glauben, spüren, haben wollen. Sie helfen uns als Wegbereiter und Verstärker für erwünschte Gefühle, für Visionen, für Veränderungen.

„Eine Änderung des Bewusstseins verändert unbewusst auch das Sein.“
(Gerhard Uhlenbruck)

Mit Affirmationen

  • fördern Sie hilfreiche, positive Glaubenssätze in sich selbst und verankern sie wirkungsvoll;
  • richten Sie Ihren Geist bewusst auf das, was Ihnen guttut;
  • steuern Sie Ihren State-of-Mind;
  • wirken Sie negativen inneren Dialogen entgegen;
  • nehmen Sie gewollt Einfluss auf sich selbst;
  • motivieren Sie sich mit klaren Worten;
  • spornen Sie sich selbst an zu tun, was Sie tun wollen;
  • verstärken Sie bewusst Ihre Wünsche und Vorstellungen;
  • machen Sie Veränderung möglich, weil Sie vor-denken, was sein kann.

Teil des ganzen Prozesses ist die Fähigkeit, seine Gedanken und Gefühle immer besser und differenzierter wahrnehmen zu können.
Diese Fähigkeit lässt sich durch Achtsamkeit erlernen.

Wie helfen Affirmationen?

Affirmationen helfen, weil unser Gehirn klare Worte und kurze Sätze gut versteht. Hinzu kommt die große persönliche Bedeutsamkeit, die Begeisterung für etwas (Gerald Hüther, der Hirnforscher sagt, Begeisterung ist ausschlaggebend, wenn wir lernen und etwas verändern wollen).

Vor der Überzeugung, vor jeder Tat, steht immer der Gedanke. Er kommt an erster Stelle. Einprägsame und häufig wiederholte Gedanken, haben die Tendenz, sich zu verwirklichen.

Das klingt esoterisch, weil wir die Kräfte nicht genau kennen, die miteinander in Resonanz sind. Wissenschaftlich gesichert sind jedoch die Gesetze der Gestaltbildung in unserem Kopf: Wir nehmen das vermehrt wahr, was wir uns vorstellen können und was wir kennen. Was wir nicht kennen und was nicht in unserer Vorstellung existiert, das sehen und erkennen wir auch in unserem Umfeld nicht. Umgekehrt gilt: Stellen wir uns etwas intensiv vor, projizieren wir das zum einen in unsere Umwelt, zum anderen findet unser Blick das, was ihm bereits vertraut ist.

Power-Posen

Power-Posen sind der schnelle Weg, im Alltag von negativ auf positiv umzuschalten. Wenn Sie bei sich das Aufkommen von destruktiven und negativen Gedanken beobachten, sich sozusagen bei low-power-Posen „erwischen“, z.B. wie Sie

  • Kopf und Schultern hängen lassen,
  • die Gesichtszüge nach unten gleiten,
  • die Körpermitte sich klein macht und zusammenzieht,
  • sich Beine und Arme kraftlos anfühlen,
  • sie eine enge, geschlossene Körperhaltung einnehmen,

dann verändern Sie Ihre Körperhaltung!

So zeichnen sich Power-Posen aus:

  • fester Stand auf breiten Beinen
  • Kopf hoch erhoben
  • Schultern gesenkt und locker
  • Spannung in der Mitte des Körpers
  • locker geöffnete Arm- und Handhaltung
  • lächelnd nehmen Sie sich den Raum, der Ihnen zusteht!

Die Wissenschaft spricht von high-power-poses und meint Körperhaltungen, die Selbstsicherheit ausdrücken. Zum Beispiel wie die auf dem Foto nach oben gereckten Arme – eine spontane Siegerpose in nahezu allen Kulturen. Es vermittelt auch ein Gefühl von Sicherheit, die Hände in die Seiten gestützt zu halten, mit aufrechtem Oberkörper, zurückgenommenen Schultern und nach oben strebendem Kopf – das drückt Kraft und Sicherheit aus. Als mittlere Power-Pose gilt eine aufrechte Haltung mit geradem Rücken, zur Seite abgewinkelten Armen und nach oben geöffneten Handflächen, weil das insgesamt ein besseres Selbst-Gefühl von Zuversicht und Stärke fördert.

Warum das so wirkt, möchten Sie wissen? Offenbar gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Hormonausschüttungen und Körperhaltungen. Power-Posen erzeugen nachweislich die Ausschüttung von Testosteron und reduzieren dagegen das Stress-Hormon Cortisol. Sie nehmen also direkten Einfluss auf Ihren Hormonhaushalt.

Affirmationen unterstützen
Power Pose

Sofort-Programm zur Gefühls-Korrektur

Mit der Veränderung Ihrer Körperhaltung haben Sie gewissermaßen ein erstes Sofortprogramm, das Sie vor einem Abrutschen ins Negative, in Stress und Unsicherheit kurzzeitig schützen kann. Mein Rat ist, diese Haltungen auch bewusst auszuprobieren und einzustudieren. Vielleicht schließen Sie dabei die Augen und spüren selbst nach, wie sich in einer bestimmten Power-Pose Ihr Selbstgefühl verändert.

Wechseln Sie absichtlich zwischen
klein-eng-verschlungen-geschlossener Haltung
zu einer, bei der Sie
aufgerichtet-groß-offen-mit festem Stand Ihren Körper wahrnehmen.

Und wenn dann noch ein nach oben Ziehen der Mundwinkel – schlicht und ergreifend: ein Lächeln – hinzukommt, dann spätestens sollte sich mehr Entspannung und Gelassenheit auch in Ihrem Körper ausbreiten.

Ihre persönliche Power-Pose

Stellen Sie sich gerade, mit leicht gespreizten Beinen und fest verankert auf den Boden. Die Arme hänge locker an der Seite, die Handflächen geöffnet nach vorne. Nun stellen Sie sich bitte innerlich eine Situation vor, in der Sie sich ganz stark, selbstbewusst, erfolgreich, stolz und glücklich gefühlt haben …
Lassen Sie sich Zeit … Lassen Sie das Bild vor Ihrem inneren Auge entstehen …
Gerne können Sie die Augen schließen und sich noch weiter in die Vorstellung versenken, vielleicht noch ausgestattet mit weiteren Details wie Geräuschen, Gerüchen, Umfeld, Personen und was alles dazu gehörte. Lassen Sie die Situation ganz intensiv auf sich wirken …

Atmen Sie tief und spüren Sie, wie sich diese von Stärke und Glück erfüllte Situation körperlich anfühlt und finden Sie GENAU DANN Ihre persönliche Power-Pose – Ihre Haltung, in der Sie zu Ihrem ganz persönlichen Gefühl von Kraft finden. Und ab sofort, wenn Sie sich bemerken, dass Sie sich schwach oder negativ fühlen, können Sie diese Pose nutzen und auf Ihre Gefühle über Ihre Körperhaltung direkten Einfluss nehmen.
 

„Man geht so, wie es einem geht.“
(Gunter Schmidt, Arzt und Psychotherapeut)

Einfach wünschen, oder wie?

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