Was bedeutet es, sich auf ein Gedanken-Experiment mit Affirmationen einzulassen?
Sie konzentrieren sich auf ein Thema, richten Ihren Geist auf ein Ziel. Dabei spielt es keine Rolle, was Sie erreichen möchten. Das kann eine vermeintlich kleine Angewohnheit sein, die stört und die Sie ablegen möchten. Es kann ein großes Ziel sein, das Sie in viele Teilziele aufsplitten. Es kann etwas sein, das man anfassen kann, oder etwas, das nur in Ihrem Kopf ist.

Wichtig ist: Sie sind entschlossen, etwas zu erreichen und es positiv anzugehen.
Was braucht es dazu? Den Mut, sich auf seinen – gelegentlich zwiespältigen – inneren Dialog einzulassen.

Veränderung ist Auseinandersetzung. Um eine innere Haltung zu verändern, muss man etwas loslassen und sich für etwas Neues öffnen. In allen Fällen ist ein unterstützender Satz hilfreich, der einem prägnant und klar auf eine positive Weise die eigene Absicht vor Augen hält. Durch eine solche Affirmation wird ein innerer Dialog in Gang gesetzt. Es melden sich innere Stimmen, die widersprüchlich sind. Mut und Angst, Zweifel und Zuversicht, ein „Ich-will-und-ich-kann“ ficht mit einem „Ich-schaff-das-nicht“.

Die Arbeit mit Affirmationen macht auch Verunsicherungen deutlich. Je höher die Erwartungen sind, umso größer kann die Enttäuschung sein. Auf meiner Website lade ich dazu ein, Affirmationen auszuprobieren Experiment mit Affirmationen.
Zwei Teilnehmerinnen an dem Experiment haben mir völlig unterschiedliche Rückmeldungen geschickt. Lesen Sie selbst:

Affirmation 1: Ich öffne mich nun für eine neue Partnerschaft.

Die Teilnehmerin berichtet mir nach 2 Wochen folgendes: „Durch diese Affirmation habe ich bemerkt, dass die Umwelt (männliche) ganz anders auf mich reagiert. … Einerseits habe ich große Angst, andererseits versuche ich über meinen Schatten zu springen. – Die Affirmation hilft mir dabei. Sie begleitet mich täglich.
Eine sehr positive Erfahrung und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht ;o).
H., Januar 2011

Affirmation 2: Es geht mir von Tag zu Tag in jeglicher Hinsicht immer besser und besser.

„Mit meiner Konzentration auf diesen Gedanken gelang es mir häufiger, aufkommende negative Gedankenspiralen, die mich in Angst und Deprimiertheit versetzen, zu stoppen. Und dadurch ging es mir tatsächlich besser und ich konnte mehr an das Gute glauben, eher an Auf- als an Abstieg.
Allerdings gelang mir das nicht in jedem Moment. Manchmal kam ich mir vor wie eine Spinnerin, die sich mit dem Spruch lediglich was Positives einbildet, anstatt die Realität mit den Schwierigkeiten so zu sehen, wie sie ist.
Des Weiteren hatte ich mir mit dem Experiment ein kleines Wunder in Form von Erfolgen, die ich mir schon länger wünsche, erhofft. Das trat nicht ein. Ich werde mir jetzt gleich eine neue Affirmation suchen und diese für die nächsten 3 Wochen ausprobieren. Ich verlängere also mein Experiment, weil ich noch zu keinem abschließenden Ergebnis kam ;-)“
F., Februar 2011″

Die Erwartungen waren hoch. Der Erfolg liegt meiner Meinung nach darin, dass die eigenen Gedanken und Gefühle bewusster wahrgenommen und zum Positiven hin beeinflusst werden. Meine Antwort an F. hat dies unterstrichen:
“ … das ist so unglaublich wichtig, dass Sie bemerken, in welche Richtung Ihre Gedanken sich bewegen! Dann können Sie das große STOP-Schild herausholen und es innerlich so groß machen, dass es die Straße hinunter in die Depression völlig versperrt. Arbeiten Sie mit inneren Bildern, so gut Sie können, das ist auf jeden Fall hilfreich.
Die Gedanken, das wäre Spinnerei, kommen aus der Ecke Ihres inneren Zweiflers. Das ist auch der, der immer wieder die steile Straße nach unten nehmen will. Wahrscheinlich weiß er selbst gar nicht warum.“

Genau betrachtet: Jede Realität hat immer mehrere Seiten. So drängt sich die Frage auf: Warum sollte gerade der Zweifler recht haben? Warum will man ihm die lauteste innere Stimme zugestehen? Mit dem gleichen, nein: mit besserem Recht kann die positive Seite gehört werden, denn sie kommt von einer anderen inneren Stimme, die Hoffnung heißt. Hoffnung ist das Lebenselixier, das die Straße der Zuversicht nimmt und Leichtigkeit am Wegesrand sät.

Wunder geschehen nicht, das kann ich auch nicht bestätigen. Doch es macht einen Unterschied, sich seiner Gedanken bewusst zu werden und sie langsam daran zu gewöhnen, dass da jemand ist, der mitbestimmt, in welche Richtung die Lebensreise weitergeht. Es macht Mut zu lesen, wie Affirmationen einen inneren Dialog in Gang setzen. Seien Sie sicher: Zweifel gehört dazu, damit sind Sie nicht alleine. Jeder hat seine inneren Kämpfe zwischen Zweifel und Hoffnung zu führen.

Es ist gut, sich das klar zu machen, wenn Sie sich auf Affirmationen einlassen. Sie dürfen dann noch einen Schritt weitergehen und sich bewusst machen: Mit der Entscheidung, Affirmationen zu nutzen, zeigen Sie Ihren Willen, die Hoffnung über den Zweifel „siegen“ zu lassen.

Für alle Interessierten gibt es hier mehr zu lesen auf der Website: Affirmationen machen stark

„Ist der Geist erst auf ein Ziel gerichtet, kommt ihm vieles entgegen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

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