Sommersonne

„Singe, meine liebe Seele, denn der Sommer lacht.“
(Otto Julius Bierbaum, Zeile aus dem Gedicht „Sommer“)

Singen und lachen, die Seele baumeln lassen, den Sommer genießen – passt das nicht ganz wunderbar zur Urlaubszeit?
Auch ich schreibe diesen Newsletter aus dem Urlaub: mitten im Thüringer Wald, auf einem Campingplatz an der Werra. Die Sommer-Sonne scheint, die Vögel singen und mein Herz lacht. Ich erlaube mir, eine Woche lang die Welt per Fahrrad zu erkunden, mich neugierig in Landschaft und Dörfern umzuschauen und Unbekanntes zu entdecken. Ich genieße es, nichts zu müssen und nur das zu tun, was sich grade lust- und sinnvoll anfühlt. Das ist für mich Erholung pur.

Der Sommer lacht

Sommerzeit – Urlaubszeit

Was verbinden Sie mit Sommer und Urlaub? Welche Art von Erholung tut Ihnen gut?
Im Allgemeinen tut das gut, was Abwechslung vom Alltag ist: Sich nicht von Arbeit und Druck bestimmen lassen, sondern es langsam angehen können, wirklich hinspüren und frei entscheiden dürfen; Verpflichtungen loslassen, Sorgen zurückstellen; sich mit Angenehmem verbinden und alles einfach mal so sein lassen, wie es ist. Dann kann die Seele auftanken.

„Singe, meine liebe Seele“, formuliert es der Dichter. Die Frage liegt nahe, was Ihre Seele braucht, damit sie zu singen beginnt. Gönnen Sie sich das jetzt im Sommer? Oder besser gesagt (statt gefragt): Gönnen Sie sich das jetzt im Sommer!

Loszulassen ist eine Entscheidung

Loszulassen ist eine EntscheidungDas Hamsterrad im Kopf lässt sich nicht auf Knopfdruck oder per Kalender abstellen, rechtzeitig zum Urlaubsanfang. Das passiert nicht von alleine, sondern ist unsere aktive Entscheidung. Sie selbst müssen Arbeit und Belastungen, Sorgen und ungelöste Aufgaben loslassen wollen. Bereiten Sie alles vor, delegieren und entlasten Sie sich und schicken Sie dann die Gedanken im Hamsterrad ebenfalls in Urlaub. Geben Sie ihnen einfach auch mal eine Weile frei.

Diese Gedanken können es oft nicht glauben, dass sie so plötzlich nicht mehr wichtig sein und nicht mehr den ersten Platz einnehmen sollen. Hartnäckig drängen sie sich wieder und wieder in den Vordergrund. Lassen Sie sich nicht weichklopfen, bleiben Sie ebenfalls hartnäckig und machen Sie ihnen klar: Hey, ihr habt jetzt eine Weile frei! Erst nach dem Urlaub treffen wir uns wieder.

Aufwachen und Schönes entdecken

Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir Urlaub machen? Neue Orte, neue Menschen, anderer Tagesrhythmus, andere Abläufe – Sie ahnen schon die Antwort: Alte Muster werden unterbrochen und was normalerweise wie im Schlaf abläuft, weil es bekannt und automatisiert ist, funktioniert plötzlich nicht mehr. Das Gehirn wacht auf und ist aufmerksam, ist plötzlich wieder ganz anders da und öffnet sich.

Mit Offenheit den Moment wahrnehmen und das, was jetzt gerade ist – dieser Modus ist ähnlich dem, wie Kinder die Welt wahrnehmen: mit Neugierde und Aufmerksamkeit, interessiert und unvoreingenommen. Ich finde, das ist eine wundervolle Haltung, mit der man im Urlaub durch die Welt gehen und viel Neues und Schönes – Wunder des Alltäglichen – entdecken kann.

Die Worte des Dichters machen mir ein Gefühl bewusst: Wenn der Sommer lacht und meine Seele zum Singen bringt, erfüllt mich diese Art von Lebensfreude mit tiefer Dankbarkeit. Das wünsche ich auch Ihnen – haben Sie einen herrlichen Sommer!

Hier das vollständige Gedicht von O.J. Bierbaum:

Sommer

Singe, meine liebe Seele,
Denn der Sommer lacht.
Alle Farben sind voll Feuer,
Alle Wett ist eine Scheuer,
Alle Frucht ist aufgewacht.

Singe, meine liebe Seele,
Denn das Glück ist da.
Zwischen Aehren, welch ein Schreiten!
Flimmernd tanzen alle Weiten,
Gott singt selbst Hallelujah.


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