„Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine grosse Lüge.“
Leonardo da Vinci

Das Frühjahr lädt stets zu einer Auffrischung ein; und was die Natur vormacht, würde auch uns guttun: Altes loslassen, Neues aufblühen lassen; Überholtes entlarven, echte Bedürfnisse feststellen; raus aus dem Winterschlaf im Kopf, hinein in die Sommerfrische belebender Gedanken.

In diesem Zusammenhang gefällt mir das Zitat von Leonardo da Vinci gut: „Jede kleine Ehrlichkeit ist besser, als eine grosse Lüge.“ Wer sich zu einem inneren „Ausmisten“ und „Frühjahrsputz“ entscheidet, profitiert von jeder kleinen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Jede kleine Ehrlichkeit führt uns ein Stückchen weiter zu uns selbst und erschwert es, eine möglicherweise bequeme aber unbefriedigende Lebenslüge weiterzuleben.

Kleine Ehrlichkeit

Was ist wirklich wichtig?
Jede Persönlichkeitsentwicklung braucht ab und zu eine Art von Inventur. Das passt in das Frühjahr und zu allem, was wir landläufig damit verbinden, wie z.B. Wachstum, Neubeginn, Sinnlichkeit, Frische, Blüte, Farben, Belebung, Wärme, Licht, Aufbruch, Energie, Sonne, Heiterkeit, Zuversicht, Liebe. Tatsächlich löst unser Hormonhaushalt jetzt mehr Glücksgefühle aus als zu anderen Jahreszeiten. Es macht deshalb Sinn, diesen günstigen Moment auch mental zu nutzen und sich zu fragen: Was ist mir wirklich wichtig?
Natürlich gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten, eine Bestandsaufnahme zu machen und den Grad persönlicher Zufriedenheit bewusst einzuschätzen. In der Auseinandersetzung machen wir uns bewusst, was wir behalten möchten oder aber verändern wollen.

Drei entscheidende Fragen
Fragen wir uns danach, was für uns Sinn macht, dann sind es die kleinen Ehrlichkeiten und spontanen Bauchgefühle, die uns auf den richtigen Weg führen. Vermeiden, Verdrängen und Verleugnen sind die unbewussten Techniken, die im Alltag immer funktionieren, und das ist ohne Frage auch überlebensnotwendig und wichtig. In der Summe jedoch und unbeobachtet können sie zu einem Leben führen, das wir vielleicht irgendwann als „große Lüge“ entlarven. Wir haben uns weit von uns selbst entfernt.
Mit regelmäßigen Introspektionen in nicht allzu langen Abständen nähern wir uns wieder einem ehrlichen und authentischen Leben an. Grundlage könnte sein, sich über drei Bereiche klar zu werden:

Was mache ich richtig? Welche Veränderung wünsche ich mir? Was ist jetzt wirklich wichtig? Klicken Sie um zu Tweeten
  1. Was mache ich richtig? Was unterstützt mich und was will ich auf jeden Fall beibehalten und weiter ausbauen, es pflegen und ihm einen festen Platz in meiner Persönlichkeit, meinem Leben, meinen Gewohnheiten geben?
  2. Welche Veränderungen wünsche ich mir? Was belastet mich, funktioniert nicht für mich und zwingt mich zu Verbiegungen, die ich nicht länger hinnehmen möchte?
  3. Was ist jetzt am wichtigsten? Was ist jetzt dran?

Die zeitliche Planung, die sich aus den Antworten ergeben kann, ist ein ganz eigener, nächster Schritt. Zunächst geht es nur um das Was. Das Wie braucht mehr Zeit und eventuell ist auch fremde Hilfe sinnvoll.

Innehalten unterstützt mich.

An erster Stelle steht das Innehalten. Wir sollten uns Zeit lassen, wenn wir uns diese Fragen ernsthaft stellen und Wesentliches langsam auftauchen lassen. Es gehört der Mut dazu, diese Antworten zuzulassen – das ist der Anfang. Nach und nach lernen wir unsere wahren Bedürfnisse besser kennen und entdecken wieder, was unserem Leben wirklich Sinn verleiht und wie wir uns authentischer, ehrlicher und glücklicher fühlen können.

Innehalten eröffnet neue Perspektiven

Achtsamkeit lernen

Innehalten und Achtsamkeit sind unentbehrliche Begleiter auf dem Weg, sich selbst gerecht zu werden in einer vielfältigen, schnellen Welt enger Ansprüche. Rückzug erscheint mir heilsam. Raus aus dem Strudel und innehalten. Achtsam im Augenblick verweilen und dessen Qualität spüren. Das Tempo drosseln und gelassen verpassen, wonach andere jagen. Das eigene Leben entdecken, statt das anderer führen zu wollen.

Innehalten und Achtsamkeit sind eine verführerisch zauberhafte Kombination. Sie versprechen, mit weniger Stress und mit mehr Würde durch das Leben zu gehen. In kleinen Schritten, mit kleinen Ehrlichkeiten, immer wieder die große Lüge herausfordernd.

In meinen Achtsamkeits-Workshops am 23. April und 25. Juni sind noch Plätze frei.
Kommen Sie doch nach Montabaur und nehmen Sie teil an dem Tagesworkshop
„Verweile im Augenblick – lasse Stress los – finde Gelassenheit“.

Falls Sie sich auf das Thema weiter einstimmen und sich vielleicht den letzten Anstoß zur Entscheidung holen möchten, lesen Sie einfach in meinem Blog weiter:
Jasmin, kleine Wunder und Reichtum
Achtsamkeit ist keine Zauberei 
Ganz in diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir gerade jetzt, wenn es um Auffrischen und Neuerblühen geht, den Mut zu kleinen, wegweisenden und heilsamen Ehrlichkeiten finden, während wir achtsam innehalten.
Herzlichst
Ihre Konstanze Quirmbach
– Gestalttherapeutin und LifeCoach –
Gerne dürfen Sie mich ansprechen, wenn Sie Fragen haben oder sonstige Hilfestellung wünschen.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.