Das „Wunder der Achtsamkeit“ liegt im „Erblühen des gegenwärtigen Augenblicks“
(frei nach Thich Nhat Hanh und Henry David Thoreau)

Ich sitze hier und schaue auf’s Meer.
Weite. Wellen. Schaumkrönchen. Möwen.

Ich erlaube mir achtsam zu sein

Es ist nicht der schöne, sonnige Tag am Meer, wie wir ihn uns gemeinhin vorstellen und wünschen. Nein, heute treibt kühler Wind Regen gegen die Fensterscheiben, pfeift und grollt in hellen oder dunklen Tönen um das Haus herum. Die Wolkendecke hängt tief und die Welt da draußen versinkt in grauem Licht.

Ich habe noch ein paar trockene Holzscheite gefunden und nach einiger Zeit gelingt es mir, im Kachelofen ein Feuer anzuzünden. Ich freue mich an den flackernden Flammen, dem Knistern, dem Geruch. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich die Wärme des Feuers auch im Raum spüren kann und voll froher Erwartung kuschele ich mich in meine Decke auf der Couch.
Achtsam im Augenblick
Auch für Wärme von innen sorge ich, habe mir Milch heiß gemacht und halte jetzt die Tasse in den Händen. Sie fühlt sich angenehm warm an. Langsam führe ich sie zum Mund, atme den aufsteigenden Dampf ein und nehme das Aroma wahr, nehme einen Schluck. Ich lasse mir Zeit, genieße, wie sich der Geschmack entfaltet, wie sich mit dem Hinunterschlucken der heißen Flüssigkeit auch in Brust und Bauch Wärme ausbreitet.

Zufrieden nehme ich Notizbuch und Stift zur Hand und beginne zu schreiben …

Platz für Achtsamkeit

Es ist immer Platz für Achtsamkeit. Egal, was Sie gerade tun – Sie können es achtsam tun. Verbinden Sie sich mit dem gegenwärtigen Moment, schauen Sie genau hin, hören Sie genau hin, spüren Sie genau hin. Und während Sie achtsam diesen Moment wahrnehmen und bewusst nach innen spüren, atmen Sie ruhig weiter. Bleiben Sie wertneutral und stellen Sie fest: „Aha, so sieht die Welt aus. Aha, das begegnet mir gerade. Aha, so erblüht dieser Augenblick für mich.“

Entscheidend ist die Frage: Wie gehe ich damit um? Ich zum Beispiel könnte mich über den stürmischen kalten Regentag ärgern oder es mir gemütlich zu machen.
Wenn Sie achtsam im Augenblick sind, werden Sie genau das wahrnehmen, was mit Ihnen los ist. Und dann können Sie sich fragen:
Empfinde ich Freude oder Ärger?
Spüre ich Handlungsimpulse?
Sind meine Gedanken nützlich?
Was will ich wirklich?

Nehmen Sie sich die Zeit zum bewussten Hinspüren und Nachdenken. Ihre Entscheidung, etwas zu sagen oder zu tun, kann Ihre Zufriedenheit vertiefen oder verhindern, kann Ihr Leid verschärfen oder mildern, kann Sie zu sich selbst hin- oder von sich wegführen. Es gibt immer Spielraum.

Spielen! Es ist eine gute Idee, mit dem Raum zu spielen, den man hat. Ihn auszuloten, fantasievoll zu nutzen und ihn schließlich kreativ zu erweitern. Warum nicht jetzt, ja, genau jetzt damit beginnen, diesen Spielraum achtsam wahrzunehmen?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele spielerische Momente, die Sie durch Ihre Achtsamkeit wie ein Wunder zum Erblühen bringen.
Und das Schönste ist: Achtsamkeit kann man lernen!

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Achtsamkeit beginnt mit Innehalten. Du bemerkst bewusst einen Augenblick und verbindest dich mit ihm, mit dem, was du tust und mit deinem Atem.
Achtsamkeit kann man lernen. Der Basiskurs richtet sich an diejenigen, die keine oder wenig Erfahrung mit Achtsamkeit haben.

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