Inspirierendes, Widersprüchliches und Persönliches zum 1. Advent

„Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.“
(Seneca)

Schon vor mehr als 2000 Jahren hat der einflussreiche und vielgelesene Stoiker und Philosoph Lucius Annaeus Seneca ähnlich über die Seele gedacht wie moderne Menschen unseres Zeitalters und Kulturkreises. Viele Menschen verbinden die Seele mit innerer Harmonie, mit einem spürbaren Gleichgewicht, mit echt sein und ganz bei sich selbst sein. An dieser Vorstellung hat sich durch die Jahrtausende nichts geändert.

Danke

Ich bedanke mich nochmals für die wertvollen Antworten auf meinen letzten Newsletter. An den Kalendertagen 12 und 19 werden Sie die Antworten lesen können, als Teil meines Online Adventskalenders 2019.

Er ist wieder voller inspirierender Ideen und ich hoffe, viele von Ihnen finden ab dem 1. Dezember die Zeit, täglich ein Sternchen zu öffnen und sich einen Moment Zeit zu nehmen. Genau diesen Moment, in dem es möglich ist, sich mit sich selbst zu verbinden, etwas Schönes auf sich wirken zu lassen und sich darin zu erkennen; mit seiner Seele in Harmonie zu kommen.

Harmonie der Seele

Widersprüchliches

Immer wieder höre ich, die Advents- und Weihnachtszeit sei gar nicht harmonisch. Vielmehr mache sie Einsamkeit bewusst. Es gäbe sehr viel mehr Menschen mit wenig Liebe und Freude im Leben als Menschen, die diese Zeit wirklich als fröhlich und auch liebevoll empfinden oder sogar erleben.

Das mag sogar stimmen, denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Betonung der „fröhlichen“ Weihnacht und der Liebe, mit der sich die Menschen begegnen sollen, ist kommerziell geworden und unecht. Das alles macht uns bewusst, wie schal diese Begriffe auch sein können. Und es stimmt: Viele Menschen sind tatsächlich allein. Und letztlich, wenn man es genau überlegt, ist jeder alleine und muss für sich entscheiden und Verantwortung übernehmen. Das kann einem kein noch so geliebter Mensch abnehmen. Kein anderer kann dir ein Gefühl „geben“ oder „schenken“ – du alleine empfindest ein Gefühl. Nicht, was andere dir geben, sondern was du selbst fühlen kannst – das ist es, was erfüllt und was auch einsame Menschen erfüllt, die sich entschließen, zu lieben.

Unsichtbar und doch echt

Niemand kann Gefühle sehen. Und doch sind sie echt und das Wichtigste auf der Welt. Erst im Ausdruck wird ein Gefühl sichtbar, z.B. in Augen, in Mimik, in Gesten. Auch Worte haben enorme Kraft. Mit Körper und Worten seine Gefühle ab und zu mit anderen zu teilen und die Resonanz zuzulassen, macht Gefühle unmittelbar spürbar. Denn was sich in solchen Augenblicken zwischen Menschen entfaltet, ist nur mit den Herzen zu erkennen. Die Adventszeit weist uns auf die Schönheit und den Reichtum geteilter Liebe hin. Und das ganz ohne Kommerz für diejenigen, die offen sind dafür.

In eigener Sache

Geschenkte Momente, GedichteNun erlaube ich mir noch einen Hinweis in eigener Sache, denn mein Buch „Geschenkte Momente“ liegt mir besonders am Herzen. Ich habe darin persönliche Gedichte und Fotos veröffentlicht, die sich genau auf dieser Ebene erschließen: der Herzensebene. Für achtsame Seelen, die freudvolle Momente dort bewahren möchten. Vielleicht kommt dieses Geschenkbuch jetzt gerade recht. Hier können Sie Probe lesen.

Zum Schluss lade ich natürlich alle ein, am Sonntag, dem 1.Dezember, das erste Sternchen in meinem Adventskalender zu öffnen. Seien Sie neugierig, was hinter jedem Sternchen auf Sie wartet und lassen Sie sich durch den Advent begleiten. Alles Feedback ist herzlich willkommen – ich freue mich, dass ich wieder so viele wunderschöne Dinge mit vielen Menschen teilen und die Welt ein wenig heller machen darf.
 
Online Adventskalender 2019, Konstanze Quirmbach

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.