Im Herzen steckt der Mensch

Im Herzen steckt der Mensch

„Im Herzen steckt der Mensch, nicht im Kopf.“
(Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, *1788 †1860)

In der letzten Zeit werden wir alle Zeuge einer gefährlichen Entwicklung in unserer Gesellschaft. Ich beziehe mich auf die politische Spaltung vieler Länder in einen liberalen und einen rechts(über)lastigen Teil. Und weil von dort häufig so menschenverachtende Forderungen in die Gesellschaft getragen werden, frage ich mich: Steckt wirklich in jedem Menschen ein Mensch, ein Herz?

Wenn ja, dann schlägt das Herz bei ganz vielen Menschen offenbar nur für sie alleine. Sie zeigen Herz nur für ihresgleichen, nicht für den Menschen oder die Welt an und für sich. Ich finde es absolut traurig und schade, dass sich das im Moment so weltumspannend zeigt. Natürlich denke ich jetzt an die Kriege, die Flüchtlinge in unsäglichen Lagern, die Hungernden und Verfolgten. Ich denke auch an die Menschen, die gerade aus Südamerika in die USA wandern, weil der Wohlstand unerträglich ungerecht verteilt ist. Und doch werden sie wahrscheinlich nur vom Militär empfangen werden.
Ich denke an die vielen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft, in Europa und weltweit. Die Globalisierung bringt es mit sich, dass wir immer mehr voneinander abhängen, und offensichtlich häufiger diejenigen begünstigt werden, die ohnehin schon mehr Geld und Macht besitzen. Die soziale Schere klafft immer weiter auseinander.

Grenzen

Die Grenzen den Sagbaren sind weiter geworden. Leider. Ebenso werden wir immer häufiger Zeugen des Unsagbaren. Und jetzt denke ich an Journalisten, die, weil sie unbequem sind und Fragen stellen, inhaftiert oder – wie kürzlich geschehen – unter den Augen der ganzen Welt getötet werden. Das ist ein trauriger Rekord ungenierter Selbstherrlichkeit.

Das macht mir Angst. Gerade deshalb will ich besser hinhören und hinschauen. Will den Mut haben, gegen diese Entwicklung das zu tun, was ich tun kann, innerhalb meiner Grenzen. Ich glaube fest daran, dass, wie Ghandi es sagt, wir der Wechsel sein müssen, den wir in der Welt sehen wollen. Und das braucht mehr Bewusstsein als je zuvor. Wir alle sind Teil des Geschehens. Ich denke, wir haben die humanistische oder christliche oder menschliche Verpflichtung, wieder mehr Herz in die Gesellschaft hineinzutragen. Nicht nur zuhause, sondern auch im Beruf und in der Öffentlichkeit.

Mit meinen Adventkalender 2018 möchte ich meinen Beitrag leisten, möchte zum Nachdenken anregen und den Anstoß geben, sein Herz zu öffnen für die eigenen Möglichkeiten, die Welt im Kleinen zu verändern.

Einklang und Herz

Als Coach und Gestalttherapeutin helfe ich Menschen, im besseren Einklang mit sich selbst zu leben, ihre Beziehungen mit sich und mit anderen aktiv achtungs- und respektvoll zu gestalten. Einklang heißt für mich mehr, als nur den Einklang mit sich selbst zu suchen. Es bedeutet auch, mit anderen Menschen, der Gesellschaft und der Weltbevölkerung ein versöhnliches Maß an Einklang in gegenseitigem Respekt zu erreichen. Einklang und HerzEs heißt für mich, nicht gegen jemanden oder etwas zu sein, weil es fremd ist, sondern es bedeutet verstehen, gerecht sein, friedlich miteinander leben zu wollen und auch das anzuerkennen, was wir letztlich vielleicht nicht verstehen (können). Dazu ist viel Herz nötig!

Ich möchte Sie und euch, liebe Leser und Leserinnen, ermutigen und einladen, Herz zu zeigen. Respekt zu zeigen und Achtung. Nicht nur das eigene Interesse zu verfolgen, sondern auch über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Wir alle sind Teil einer Welt, die unseren Respekt braucht. Wir sind Teil einer Welt, in der wir Verantwortung auch für diejenigen tragen, die unseren Reichtum erschaffen und selbst dabei arm bleiben. Wir sind nicht mehr nur für unser eigenes Glück verantwortlich, sondern auch dafür, dass Menschen gut nebeneinander und miteinander leben können.

Jeder ist anders

Unterschiede dürfen sein. Unterschiede müssen sein, denn es gibt nicht DAS Modell Mensch, nach dem alle funktionieren könnten. Jeder ist unterschiedlich geprägt und aufgewachsen, weshalb natürlich jeder das glaubt und lebt, was er/sie gelernt hat. Jeder Mensch entwickelt sich nur innerhalb seiner Möglichkeiten, die von Mensch zu Mensch grundsätzlich anders sind, sogar innerhalb von Familien. Wir können hundertmal wünschen, es wäre nicht so, und doch ist es genau so. Ich halte es für unglaublich wichtig, das zu begreifen und Unterschiede zu akzeptieren.

Die Welt kann sich nicht durch die Forderung ändern, das alles solle nicht so sein, wie es ist. Die Welt braucht die Bereitschaft aller Menschen, sich in die Situation anderer hineinversetzen zu wollen. Jeder Mensch will geachtet sein, wie auch wir selbst geachtet werden wollen. Die Buntheit der Menschen ist eine unabänderliche Tatsache und ich wünsche mir, dass jeder mit Stolz, Selbstachtung und viel Herz in dieser einen Welt seinen Platz finden darf. Maybe I am dreamer. But I am not the only one.

In diesem Sinne …

Das Anliegen, immer wieder diesen Gedanken in die Welt zu bringen, ist mir sehr wichtig. Das ist ein Beitrag, den ich in meinem Adventskalender für Sie in einzelne Geschichten, Videos, Achtsamkeitsübungen, Zitate und Fotos umsetze. Kleine Schritte. Ich freue mich, wenn Sie ab dem 1. Dezember wieder täglich dabei sind und sich inspirieren lassen. Ich freue mich auch auf Ihre Meinungen, Ihre Sicht der Dinge und all das, was Ihr Herz in die Welt bringen wird.


Im Einklang mit sich zu leben und die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, das ist gar nicht so einfach. Auch herauszufinden, was es dazu wirklich braucht, fällt nicht immer leicht. Wenn Sie Ihre Bedürfnisse erkennen möchten, unterstütze ich Sie gerne mit meinem Angebot Beratung | LifeCoaching. Schreiben Sie mir

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