Woher wissen wir, welchen Weg wir nehmen sollen?

Wovon lassen wir uns eigentlich leiten?
Kürzlich las ich ein Gedicht, das mir diese beiden Fragen bewusst machte. Angesprochen hatte mich schon die Wortwahl des Titels: Zauber und Fülle. Ja, dachte ich, genau! Mein Leben soll ein wenig etwas von Zauber haben, es soll sich reich anfühlen und ich möchte mich mit meiner inneren Fülle verbinden. Alleine diese Vorstellung ließ meiner Seele Flügel wachsen.

Ulrich Schaffer gibt uns in seinem Gedicht die Ahnung einer Idee davon, wie das zu erreichen sein könnte. Ähnlich wie in dem Stufengedicht von Hermann Hesse, spricht er das Überwinden von Grenzen an; er spricht davon, dass wir Altes gehen lassen müssen, damit wir das Neue entdecken können. Er spricht aber auch davon, wie wir durch unsere Seelenverbundenheit mit dem bereits Erlebten und mit dem, was noch kommt, zu uns selbst finden. Uns glücklich fühlen. An uns selbst glauben. Unserer Intuition (ver)trauen. Mit Leidenschaft auf dem Weg sind. Und schließlich den Zauber und die Fülle kennenlernen.
Doch lesen Sie selbst, ich will Ihnen das Gedicht jetzt nicht länger vorenthalten:

Zauber und Fülle

Es sind nicht alte oder neue Wege,
die dich glücklich machen,
es ist die Seele, die in ihnen liegt,
die dich vorsichtig gläubig wiegt
mit ihrem warmen, stillen Lachen.

In dir entstehen der Zauber und die Fülle
wenn deine alten Grenzen fallen
und eine neue, weite Welt,
vorläufig wie ein Zelt,
dich einlädt in die grenzenlose Stille.

Dein Wunsch, die Weite zu erwandern,
hat sich schon lange in dir breitgemacht
jetzt musst du nur noch tun,
alleine und mit anderen,
was du mit Leidenschaft gedacht.
(Ulrich Schaffer)

 

Potential leben

Mit einem warmen, stillen Lachen nimmt die Seele Stufe um Stufe des Lebens. Nirgendwo ist langes Verharren, es geht ständig weiter, mit der Veränderung reifst du. Was dich unterwegs glücklich macht, kommt nicht von außen; nicht was geschieht, nicht was du hast oder kaufen kannst, bestimmt über dein Glück. Nein. Du findest es in einer friedvollen Seele, findest es dann, wenn du dich mit Altem versöhnst und für Neues bereit machst, wenn du an dich glaubst.

Grenzen aufzugeben, entfaltet den Zauber des Neuen, des noch Unerforschten. Wenn du innerlich in Frieden bist, kannst du dich mutig öffnen für die Weite einer Welt, die dort draußen auf dich wartet und ungeahnte Fülle verspricht.

Es lockt das Unbekannte. Du wirst angezogen von seiner Seele. Beherzt machst du dich auf den Weg, Schritt um Schritt, nimmst Stufe um Stufe, und tust es einfach: Du lebst dein Potenzial!

1 Antwort
  1. Susanne sagt:

    ich lese diesen Beitrag ab und an einmal wieder,da er mutig macht!
    Da er die Bereitschaft vermittelt den Blick nach innen zu richten und dabei den Kontakt nach außen nicht zu verlieren.
    Das Gedicht und das Bild dazu sind wunderbar!
    Danke

    Antworten

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