Seine eigenen Ecken und Kanten lieben lernen, Gefühle mit anderen Menschen teilen, sich öfter mal mit der Natur verbinden, Arbeit und Familie im Gleichgewicht halten, sich um Freunde kümmern und einfach beschließen, glücklicher zu leben. Das sind die Dinge, die sich Sterbende wünschen sie im Leben besser beachtet zu haben. Bronnie Ware, eine australische Krankenschwester, die lange Jahre in der Palliativpflege arbeitete, hat jetzt ein Buch darüber veröffentlicht.

Bronnie Ware, Top 5 regrets

The Top Five Regrets of the Dying: A Life Transformed by the Dearly Departing (übersetzt: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern), so der Titel des Buches. Bronnie Ware findet damit Beachtung – z.B. in der Welt am Sonntag, wo ich gestern darüber gelesen habe.

Hand aufs Herz: Wie steht es mit Ihnen? Leben Sie das schon oder warten Sie noch damit, bis sie dem Tod näher sind?

In Management-Seminaren und Büchern für Führungskräfte ist es eine unvermeidliche Frage:
Stelle dir vor, dein Tod ist nahe. Was wünschst du dir, geleistet zu haben bzw. was würdest du am meisten bedauern, nicht getan zu haben?

Man muss kein Manager sein, um aus dieser Frage etwas Großes für sein Leben zu gewinnen. Eine mitten im Leben stehende, einfache junge Frau, keineswegs Managerin oder am „big business“ interessiert, hat aus ihrer Erfahrung mit Sterbenden die Konsequenzen gezogen, zu denen die besagte Frage anregen und motivieren soll:
Sie hat beschlossen, nicht die Fehler zu machen, die zu einem Bedauern auf dem Sterbebett führen. Sie hat sich vorgenommen, so zu LEBEN, dass es nichts (zumindest sehr, sehr wenig) zu bedauern gibt, wenn es soweit ist. Das gilt für die Dinge, die sie tut und auch für die, die sie sich entschließt, nicht zu tun.

Bronnie Ware hat mit den Menschen mitgefühlt und ihnen zugehört. Sieben Jahre lang. Dann hat sie beschlossen, Konsequenzen zu ziehen. Was für viele Menschen Anlass zur Reue gibt, nimmt sie sich zu Herzen und will es in Ihrem Leben richtig machen:

  1. Den Mut aufbringen, ihr „eigenes“ Leben zu leben.
  2. Höhere Lebensqualität durch weniger Arbeit zu erreichen.
  3. Den Mut haben, zu ihren Gefühlen zu stehen.
  4. Sich ausreichend Zeit für Freunde zu nehmen.
  5. Sich zu entscheiden, glücklich zu sein.

Ohne das Buch bisher gelesen zu haben, kann ich diesen Lebensprinzipien vorbehaltlos zustimmen. Sie spiegeln offensichtlich, dass sich persönliche Balance erreichen lässt, wenn man nach diesen Grundsätzen denkt, handelt und sein Leben ausrichtet.

Ich war neugierig auf diese Frau. Sie hat mich beeindruckt und ich habe mir ihre Website angesehen. Dort schlug mir auf den ersten Blick Leichtigkeit und beim zweiten Blick Wärme entgegen.

Spontan habe ich den Text der Startseite ihres Blogs „Inspiration and Chai“ übersetzt, um Sie teilhaben zu lassen. Eine Frau wie Bronnie Ware kann ein Vorbild sein, weil sie uns Mut macht, zu und selbst zu stehen. Ihre Botschaft: Wartet nicht zu lange, sondern sammelt euren Mut und sorgt für euch, holt euch aktiv das, was euch glücklich und ohne Bedauern leben und sterben lässt!

Übersetzung: Inspiration und Chai
Wärme für Seele und Körper

Willkommen zu Inspiration und Chai, beides wird dein Herz erwärmen. Auf unserer Reise durch Leben und Lernen treffen wir auf Herausforderungen. Das bedeutet Wachstum – und was wäre das Leben ohne?

Jede Herausforderung birgt ein Geschenk. Manchmal allerdings sind diese Geschenke nicht einfach zu sehen. Leiden und Verletzungen können uns blind machen. Wir kennen das alle. In solchen Zeiten brauchen wir Inspiration und eine Tasse Tee. Inspiration um das Herz zu wärmen. Tee um den Körper zu wärmen.

Selbst in glücklicheren Zeiten ist es eine wunderschöne Sache, inspiriert zu sein. Das hält uns am Laufen. Es verbindet uns mit den Dingen, die wir bereits wissen.

Inspiration und Chai ist eine fortwährende Reise. Das Ziel der Website ist es, inspirierende Geschichten und ermutigende Gedanken zu teilen und damit mehr und mehr Leute zu erreichen, denen das gut tut und die auf der Suche sind. Es ist eine positive Umgebung, die Sie jederzeit besuchen können, wenn sie Lust darauf haben. Es ist auch eine Seite für mich, auf der ich meine Liebe zum Erzählen pflegen und Erinnerungen lebendig werden lassen kann.

Also, bitte schenken Sie sich eine Tasse Tee ein und schließen Sie sich mir ein Tässchen lang an. Ich persönlich mag Chai Latte am liebsten. Mit Sojamilch, was mich betrifft, doch meine Freundin Julz macht auch einen sehr guten mit Reismilch. Ich glaube zwar, dass das nicht an meinen Latte heranreichen kann, aber das verraten wir ihr nicht!

Willkommen auf Inspiration und Chai. Ich bringe die Inspiration. Sie bringenden Chai.

Es geht nichts über ein Tässchen Tee mit Gleichgesinnten. Danke für den gemeinsamen Weg.

Willkommen,
Bronnie

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