“ … Die Yogaübungen mit den blumigen Namen haben im Vergleich zu anderen Formen sportlicher Betätigung eine besonders positive Wirkung auf die Gemütslage. So setzt eine Yogastunde eine ähnliche chemische Reaktion im Gehirn in Gang wie die Einnahme eines Medikaments gegen Depressionen.“

Warum hat mich diese Nachricht der Redaktion Wissen Gesundheit nicht überrascht? Ganz einfach: Ich übe relativ regelmäßig und kenne deshalb diese Wirkung. Deshalb, wenn ich ein paar Tage lang nicht „dazu komme“, beginne ich etwas zu vermissen, ohne direkt zu wissen, was es ist. Doch ich spüre innere Unruhe, fühle mich schlecht fokussiert – es dauert eine kleine Weile bis mir klar wird, was ich vermisse. Es ist genau dieses Beruhigende, wie mir jetzt klar wird, diese positive und antidepressive Wirkung, die vom konzentrierten Üben der Asanas ausgeht.

Yoga beruhigt den Geist

Forscher aus Boston machten ein Experiment mit 52 Teilnehmern, von denen sich ein Teil in der indischen Entspannungstechnik übte, während die anderen regelmäßig Walking-Touren absolvierten. Spaziergänge und Sport haben ohne Zweifel eine gesundheitsfördernde Wirkung und hellen auch die Stimmung auf, doch Yoga leistet zusätzlich noch mehr für den Übenden. Es beruhigt den Geist – ja sogar die Seele, wenn man will, ähnlich wie dies bei einer tiefen Meditation auch passiert. Der Gedankenfluss kommt zur Ruhe.

Häufig denke ich, wie einfach es doch ist, gut für sich zu sorgen. Man braucht nur am Morgen eine halbe Stunde oder eine Stunde Zeit in sich selbst zu investieren, damit man mit ruhigem Geist, einem fitten und trainierten Körper bewusst und fokussiert seinen Tag beginnt. Und dann bemerke ich persönlich dennoch immer wieder, wie es trotz allen Wissens und trotz aller guten Ein- und Absichten letztlich doch nicht ganz so einfach ist.
Das kurzfristige Drängende und scheinbar so viel mehr Dringende schiebt sich in den Vordergrund, lenkt ab, setzt mich unter Druck. Dann glaube ich, diese Dinge zuerst erledigen zu müssen und vergesse darüber mein wahres Interesse. Aber nur für kurze Zeit, denn dann bemerke ich zum Glück was mir fehlt und bringe mich wieder auf Spur. Ich habe keine Zeit, kein Yoga zu machen.

Keine Zeit, nicht zu meditieren

Ich habe keine Zeit, nicht zu meditieren“, so schreibt Jon Kabat Zinn, der als Arzt der Meditation in der Schmerztherapie einen festen Platz verschafft hat. Konzentration auf Nichtstun. Loslassen und den Anspruch aufgeben, es müsste etwas anderes passieren als das, was ohnehin passiert. Zeit bekommt einen neuen Stellenwert. Die Zeit, die wir vermeintlich beim Sitzen und Meditieren verlieren, gewinnen wir zehnmal zurück, weil wir gezielt und konzentriert das Tagesgeschäft angehen können, nachdem wir Yoga geübt oder in Meditation versunken waren.

Haben Sie Zeit, zum Yoga machen und/oder zum Meditieren? Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag?
Ich gebe meine Erfahrung gerne weiter und freue mich auch über Ihre Kommentare. Danke!

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