achtsame Wahrnehmung

Wenn ich Sie jetzt spontan frage: Wie fühlen Sie sich gerade? Welche Gedanken sind für Ihr Gefühl verantwortlich?
Können Sie dann spontan eine Antwort finden?

Häufig wissen Menschen nicht, diesen Unterschied zu benennen. Alles verschwimmt irgendwie innerlich, Gedanken werden für Gefühle gehalten und umgekehrt. Wer beginnt, sich selbst genauer zu beobachten, wird lernen, seine Gedanken von seinen Gefühlen besser zu unterscheiden und stärkt dadurch seine Kompetenzen zur Selbststeuerung ganz wesentlich. Das ist eine Fähigkeit, die wir zur Entwicklung unserer emotionalen Intelligenz brauchen.

Selbststeuerung

Persönliche Unabhängigkeit erreichen wir durch Selbststeuerung. Bis zu einem gewissen Grad lassen wir uns unterbewusst von nicht offenliegenden Überzeugungen und Glaubenssätzen steuern. Wir steuern unseren Kurs aber auch bewusst, indem wir ein Selbstbild von uns entwerfen. Wir machen uns Gedanken darüber, z.B. wie wir anderen Menschen begegnen wollen, wie wir mit Stress umgehen möchten, wie wir auf Anforderungen reagieren und mit Emotionalität umgehen und schließlich auch darüber, ob wir gut oder schlecht gelaunt durchs Leben gehen wollen.
Was wir in unserem Leben wie tun, steht auf diesen beiden Säulen: unbewusste und bewusste Steuerung. Es ist eine komplexe Mischung aus Erfahrung, Prägung, Urteilen, persönlicher Betroffenheit, tangierten Gefühlen, Absichten, bewussten Entscheidungen und mehr.

Gedankenfluss

Was wir denken, kommt nicht einfach von unserem Verstand oder aus unserem Gehirn, sondern unsere Gedanken speisen sich aus unterschiedlichen inneren Vorgängen. Welcher Gedankengang uns schließlich bewusst wird, hängt von der Situation ab.

Bewusste Selbstführung erfordert Klarheit und Entschlossenheit, ein gewisses Maß an Disziplin und auch die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und Selbstkritik. Wer sich bewusst selbst führen möchte, muss die Bereitschaft zur Selbstreflexion mitbringen. Selbstwahrnehmung, die auf Achtsamkeit basiert, ist auch hier ein Schlüssel zur Entwicklung seiner kognitiven Intelligenz.

Achtsamkeitsbasierte Selbstwahrnehmung – bemerken was ist

Lernen wir uns also selbst genauer kennen, damit wir uns selbst besser verstehen! Wie einfacher und entspannter wäre unser Leben, wenn wir nicht so häufig mit uns hadern müssten und mehr der Mensch wären, der wir auch wirklich sein wollen – finden Sie nicht auch?

Achtsamkeitsbasierte Selbstwahrnehmung verfolgt das Ziel, zu bemerken was ist. Nicht was sein sollte. Nicht was sein könnte. Sondern das, was gerade jetzt ist. Wir nehmen wahr, was wir wie tun, ohne uns zu bewerten. Wir lernen, zwischen Gedanke und Gefühl zu unterscheiden; wir erkennen unsere Werte; wir sehen klarer, was uns geprägt hat; wir spüren uns selbst ganz.

Nehmen wir uns auf annehmende Weise achtsam selbst wahr, entsteht größere Klarheit in uns. Mit der Zeit verstehen wir besser, was unsere Gedanken und Bewertungen hervorbringt, und das verändert unsere Beziehung zu den Gedanken. Wir gestalten unseren inneren Dialog anders. Freundlicher. Liebevoller. Wir müssen Gedanken nicht bekämpfen oder mit ihnen streiten, sondern wir können sie annehmen, ohne ihnen zuzustimmen. Und wie ein Gewitter oder wie einen sonnigen Tag, wie Wolken am Himmel oder ein paar Regentropfen können wir sie sein lassen, ansehen und weiterziehen lassen. Das bringt uns inneren Frieden.

Achtsamkeit üben

Übung macht den Meister – so auch dann, wenn es um achtsame Wahrnehmung geht.

10 Antworten
  1. Neuwirth, Bärbel sagt:

    Liebe Frau Quirmbach,
    ich kam auch mit dem alten Format gut klar, habe die Mail einfach solange aufgehoben, bis ich sie in Ruhe lesen konnte.
    Ihr neues Konzept, gerade jetzt diese Blogseite zur Achtsamkeit hat mich allerdings enttäuscht, hier steht nicht wesentlich mehr als in der Mail, dafür umsomehr Eigenwerbung….das stört mich persönlich gewaltig. Ihre Qualifikationen und Publikationen sind wichtig, ja, aber es reicht an einer Stelle in gebündelter Form. Auch fehlt mir für meine innere Un-Aufmerksamkeit mehr konkrete Vorschläge, wie ich daran gehen kann…..
    Und trotzdem will ich mich nicht gleich für einen Kurs bei Ihnen anmelden….
    aber vielleicht verlange/wünsche ich einfach zu viel von diesem ja ohnehin Super-Mail-Service….
    Es sieht so aus, als hätte Ihnen Ihr Steuerberater /Coach empfohlen, nicht schöne Mails zu schreiben sondern sich mehr anzubieten mit Ihren kostenpflichtigen Leistungen, die Leser neugieriger auf Ihre Kurse u.ä. zu machen…

    Lieben Gruß, verzeihen Sie mir, wenn es Ihnen nicht gefällt,
    aber Sie haben ja um Meinungen gebeten.
    Bärbel Neuwirth

    Antworten
    • konstanze sagt:

      Hallo liebe Frau Neuwirth, herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung – selbst wenn sie mir sagen, dass Ihnen das Angebot meiner Kurse und Bücher im Blogbeitrag nicht gefällt. Da gibt es nichts zu verzeihen, es ist Ihr Eindruck und das respektiere und verstehe ich.
      Ich musste lachen, als ich las: … als hätte Ihnen Ihr STB/Coach empfohlen, nicht schöne Mails zu schreiben, sondern sich mehr anzubieten.- Ein Funke Wahrheit steckt darin, denn wenn ich nichts verkaufe, betrachtet das Finanzamt meine schönen Mails als reines Hobby von mir. Da ich aber intensiv und viele Stunden täglich arbeite, ist es natürlich auch mein Ziel, Bücher zu verkaufen und irgendwo Geld zu verdienen. Außer dem Blog und meinem Newsletter habe ich wenig Möglichkeiten, überzeugend zu werben.
      Glauben Sie mir, mir wäre es auch sehr viel lieber, ich müsste meine kostenpflichtigen Leistungen überhaupt nicht bewerben! Wie für andere Selbstständige auch, ist Werbung eine ganz lästige Verpflichtung – doch irgendwie müssen die eigenen Leistungen ja bekannt gemacht werden. Vielleicht können Sie – das Gesagte im Hinterkopf – über die sparsame Eigenwerbung in meinem Blog hinwegsehen und sich den Lesespaß trotzdem nicht verderben lassen.
      Ich nehme Ihre Anregung auf, im Blogbeitrag möglichst Neues zu schreiben, und nicht nur den Inhalt des Newsletters zu vertiefen.
      Vielen Dank für Ihr Offenheit.
      Herzliche Grüße
      Konstanze Quirmbach

      Antworten
  2. Nina sagt:

    Hallo Frau Quirmbach,

    früher klappte das gut, doch jetzt kann ich Ihren Blog nicht mehr per RSS feed abonnieren, was ich sehr schade finde.

    Gibt es einen Trick oder ist da vielleicht irgendetwas falsch verlinkt ? Konkret: wenn ich auf den RSS Button klicke, dann schalte es nicht um zur RSS-Liste :-(

    Antworten
  3. Ulrike Fetz (Webmaster) sagt:

    Hallo Nina, guten Tag,

    ganz herzlichen Dank für diesen Hinweis.

    Da der Blog eine neue URL bekommen hat, hat auch der Feed eine neue Adresse bekommen. Leider hatte ich es versäumt, diese umstellen.
    Das ist nun erledigt und sie können Den feed weiter bzw. wieder abonnieren.

    Mit besten Grüßen
    Ulrike Fetz (Webmaster)

    Antworten
  4. Nina sagt:

    Jetzt klappt’s – Danke

    Bitte mal prüfen, ob dieses Problem auch für die Kommentare als RSS gilt – die kann ich nämlich immer noch nicht abonnieren.

    Antworten
  5. Birgit sagt:

    Hallo Frau Quirmbach,

    mir gefällt die neue Newsletter Gestaltung gut: klar und übersichtlich. Allerdings sehe ich es ähnlich wie Frau Neuwirth, was den Mehrwert im blog betrifft. Er ist nicht wirklich da…

    Weiterhin eine gute Persönlichkeits(Weiter)Entwicklung

    Birgit

    Antworten
    • konstanze sagt:

      Liebe Birgit, vielen Dank für die Rückmeldung. Mit der Form sind alle sehr zufrieden, das freut mich. Und was den Mehrwert im Blog angeht, da lerne ich noch – es war mein erster Versuch, es so zu trennen. Offenbar hafte ich dem alten Muster inhaltlich noch sehr an. Nächstes Mal werde ich es besser machen. Danke für Ihre Offenheit.
      Ihnen auch das Beste bei allem, was Sie vorhaben!
      Herzlichst
      Konstanze Quirmbach

      Antworten
  6. Karolin sagt:

    Liebe Konstanze,

    mir gefallen vor allem die schönen Farben und auch die neue Gestaltung die so herrlich „erfrischend“ rüber kommt.

    Meiner Meinung nach, hat sich an der Länge des Newsletters nichts verändert und ich handhabe es übrigens ebenso, dass ich den Newsletter quasi aufhebe und dann erst durchgehe wenn ich die Zeit habe. Na ja, meistens zumindest.
    Leider muss ich ehrlich gestehen, dass so mancher Monat dabei war, wo er mir dann durch die Lappen ging ;-(.

    Aber die Idee mit der Vertiefung im Blog halte ich für einen klasse Ansatz! gefällt mir richtig gut :-).

    Was die Werbung zwischendurch betrifft, fühle ich mich ganz und garnicht gestört, da ich es für eine Aufmerksamkeit halte, dass mir etwas angeboten wird, was mich sehr wahrscheinlich interessieren kann – da ich ja auf Deinen Seiten bin und meine Interesse ja Deiner Arbeit gilt.

    Ich werde ja nicht genötigt etwas zu kaufen, aber falls ich Lust dazu habe – freut es mich eher wenn so ein Angebot au mich ZUKOMMT ;-)).

    Ich fühle mich völlig beschenkt durch viele Dinge die Du einfach so bereitstellst für`s Seelenwohl :-).

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Karolin

    Antworten
    • konstanze sagt:

      Liebe Karolin, ich möchte mich noch für deine Rückmeldung bedanken! Du formulierst wirklich sehr gut, was meine Absicht mit der Werbung in den Blogbeiträgen oder auch dem Newsletter ist. Ich gehe von einem gewissen Interesse am Thema aus und biete zusätzliches Material an. Es freut mich sehr, dass du das erkennst und es auch so siehst.
      Das Wort „erfrischend“ gefällt mir übrigens auch sehr gut als Beschreibung für die Ausstrahlung auf meiner neuen Website :-)
      Ganz herzliche Grüße!

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