Was spricht dafür, sich mit Affirmationen das Leben leichter zu machen? Affirmation zu sprechen, ist etwas ganz Natürliches. Es sind Sätze der Ermutigung, des Wünschens oder der Selbstmotivation. Sie wirken autosuggestiv, das heißt: Wenn wir sie häufig wiederholen, werden sie immer präsenter in unserem Denken. In der Folge beeinflussen sie unsere Gefühle und unser Verhalten immer mehr, werden zu einem Glaubenssatz, einer Überzeugung und zu einem Teil unseres Selbstbildes, denn die positive Aussage des gedachten oder gesprochenen Satzes entfaltet sich mehr und mehr in unserer inneren Realität und wir transportieren es allmählich in die äußere Realität – durch Ausstrahlung, verändertes Auftreten, andere Handlungsweisen, größerer Offenheit etc. Das Ergebnis: Wir machen uns das Leben leichter mit nichts anderem als einer offenen, positiven Denkweise, die uns Vertrauen und Kraft schenkt.

Dem Gehirn ist egal, was du denkst – jeder Gedanke wirkt

Interessant finde ich, dass mir immer wieder Skeptiker begegnen, die bestreiten, dass eine positive Denkweise etwas verändern oder bewirken könne. Sie ignorieren das Offensichtliche. Eine Vermutung ist, sie wollen nicht wahrhaben, dass sie über sich selbst so viel Macht haben. Seine Gedanken gezielt zu verändern, bedeutet ja auch, Verantwortung dafür zu übernehmen.
Lässt sich diese Verantwortung wirklich an das Schicksal abgeben? Viele bleiben in dem Glauben stecken, „halt so“ zu sein, – weil ihr Charakter so sei oder weil „das“ in der Familie liege und so weiter. Sie lehnen es ab zu glauben, sie könnten durch die Art, wie sie denken, etwas an ihrem „Charakter“ und damit an ihrem So-in-der-Welt-sein ändern.

Doch genau diese Überzeugungen wirken sich negativ aus. Mit dem Satz „Ich bin halt so.“ kann man sich selbst daran hindern, anders zu werden. Man steht sich mit dem negativen Glaubenssatz selbst im Weg, denn eine negative Denkweise wirkt natürlich genauso suggestiv wie eine positive! Denkst du häufig „Ich bin zu nichts fähig“, dann wird der Gedanke bald zu einer Überzeugung, die sich nicht gut anfühlt und die deine Handlungsfähigkeit ganz enorm einschränkt. Denkst du dagegen häufig „Ich habe viele nützliche Fähigkeiten“, dann wird eben dieser Gedanke zu deiner Überzeugung; sie stärkt dein Selbstvertrauen. Das fühlt sich gut an und gibt dir Mut, mehr auszuprobieren und handlungsfähig zu bleiben.

Wie bin ich wirklich?

Diese Frage beschäftigt Menschen von jeher. Sie machen sich auf die Suche nach sich selbst, befragen Sterne und Götter, philosophieren über Sein und Dasein. Wir Menschen sind interessiert daran zu wissen, wie wir sind. Doch da gibt es einen oder sogar zwei Haken, meine ich:
Zum einen beantwortet sich die Frage weniger durch exaktes Wissen als vielmehr durch genaue Beobachtung; zum anderen „ist“ der Mensch nicht einfach irgendwie, sondern er ist immer im Werden und gestaltet das, was er zu einem gegebenen Zeitpunkt ist, durch das, was er denkt, fühlt und tut.

Beobachtest du dich selbst, dann findest du heraus, wie du bist. Du findest heraus, wie du andere Menschen und dich selbst behandelst. Dir wird klar, dass deine Überzeugungen vor dem Handeln stehen. Du erlebst dich manchmal als stark und sicher, manchmal aber auch als unsicher und schwach. Du kannst in einem Moment tief traurig sein und doch wenig später wieder tanzen vor Freude. Für den einen bist du schön, jemand anderes findet dich unattraktiv. Du bist gut in einer Sache, nicht so gut in einer anderen. Und so weiter. Wie ein Mensch „ist“, ist kein unveränderbarer Zustand, sondern immer relativ und ein lebenslanger Prozess.

Wie will ich sein?

Dieser Prozess bewusster Persönlichkeitsentwicklung schließt ein, dass wir als Gestalter unseres Lebens eine Vorstellung davon haben, wie wir sein wollen. Das gilt vor allem in Bezug auf Werte, nach denen wir leben und handeln. Es betrifft z.B. die Wahl von Beziehungen, mit wem wir wie zusammen sind, oder die Wahl unseres Lebensumfeldes. Nicht zuletzt wird der Prozess sich verändern, wenn wir unsere Gedanken bewusst wählen, wenn wir an uns selbst glauben und den Mut aufzubringen, auch die Dinge zu tun, die uns dorthin bringen, wo wir sein wollen.
Genau dabei, genau auf diesem Weg zu Selbstvertrauen, Mut, Zufriedenheit, Liebe, Dankbarkeit, Erfolg und und und, sind Affirmationen hilfreiche Begleiter. Sie machen uns das Leben leichter, weil sie uns zuversichtlich und positiv stimmen. Und so geht es sich allemal deutlich besser durch die Welt.

Wirkung von Affirmationen

Affirmationen haben die Wirkung eines größeren Bewusstseins über die eigenen Gedanken. Damit du einen passenden positiven Satz formulieren kannst, der als Affirmation zu dir passt, musst du dich zuerst mit dem auseinandersetzen, was du brauchst oder willst und was dir gut tut. Du erfährst etwas über deine Glaubenssätze. Dein Blick schärft sich für Ziele, aber auch für das, was du vermeiden möchtest. Während du deine Gedanken und inneren Selbstgespräche beobachtest, bemerkst du frühzeitig negative Gedanken und kannst sie stoppen. Das hat entlastende, ent-stressende Wirkung. Nicht hilfreiche innere Dialoge kannst du durch positives, unterstützendes Denken ersetzen. Affirmationen sind Teil des Prozesses, deine Gedanken bewusst selbst zu steuern.

Kontrolle über Gedanken?

Wir alle haben die Fähigkeit, bis zu einem gewissen Grad Gedanken, die in unserem Kopf herumschwirren, zu kontrollieren. Der Geist denkt – das ist es was er tut. Doch der Mensch bemerkt und lenkt und bestimmt damit in dem ihm möglichen Rahmen seine eigene Realität. Das ist eine große Gestaltungschance! Gelingt es, positiven Einfluss auf unser Denken zu nehmen, dann fühlen wir uns besser und handeln häufiger nach eigenen Vorstellungen. Wir schalten das Gedankenkarussell aus und ersetzen es durch bewusste und gewollte Gedanken.

In diesem Sinne verstehe ich Affirmationen als eine wirkungsvolle Möglichkeit, bei dem Prozess bewusster Veränderung und Entwicklung aktiv einzugreifen. Durch diese positive Selbstunterstützung beeinflussen wir, was wir glauben, denken, fühlen und wie wir handeln – und beeinflussen damit unsere gesamte Persönlichkeit.


Veröffentlichungen:

Ich habe ein Kartenset mit 70 Affirmationen zu den Themenbereichen Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit, Lebensmut und innere Kraft entwickelt.
In dem Buch „Ich bin da“ biete ich Texte an, die den Prozess dieser Auseinandersetzung mit sich selbst und Affirmationen vertiefen.
Buch: „Ich bin da. Sich SELBST BEWUSST wahrnehmen. Mit Affirmationen dem Leben POSITIV begegnen.“
Kartenset: „Ich bin da. Affirmationskarten für die Hosentasche“

Affirmationen helfen dabei, freundliche und annehmende Selbstgespräche zu führen, negative Glaubenssätze aufzuweichen und langsam durch positivere ersetzen zu können.
Praxisbuch: „Ab heute lasse ich mein Glück zu! Optimistisch und selbstbestimmt mit Autosuggestion und Affirmationen“

5 Antworten
  1. Anni sagt:

    Das Buch „Ich bin da“ ist sensationell gut. Absolut empfehlenswert!

    Liebe Grüße
    Anni

    P.S. ich finde nicht, dass negative Gedanken als Feinde zu sehen sind. Das würde zuviel Energie in Anspruch nehmen. Außerdem sind manchmal Ängste oder Wut durchaus hilfreich. Ich denke sie angemessenen und maßvoll zuzulassen und loszulassen kann sehr viel positive Energie freisetzen, die ich konstrukiv nutzen kann.

    Antworten
    • konstanze sagt:

      Liebe Anni,
      ich finde das sehr klug und überzeugend, was du über negative Gedanken schreibst, und ich bin auch deiner Meinung: Seine Energie kann man besser einsetzen, als sich gegen diese Gedanken zu wehren. Akzeptanz, Veränderung und Zuversicht helfen uns am besten, schädliche Gedanken zu entkräfteen und stattdessen Hilfreiches zu denken.
      Ganz herzlichen Gruß, Konstanze

      Antworten

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