Von der Kunst des Ausruhens

„Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“

(John Steinbeck)

John Steinbeck trifft den Nagel auf den Kopf: Es ist ein Teil der Kunst des Arbeitens, angemessene Ruhepausen einzulegen. Denn Ausruhen ist die Quelle neuer Kraft und andauernder Leistungsfähigkeit. Wenn wir unsere Arbeit und Konzentration unterbrechen und loslassen, erholen wir uns ganz automatisch. Gehirn und Körper regenerieren in Ruhepausen – beim Nichtstun sozusagen – ihre Fähigkeiten. Weiterlesen

nur Meer. nur Meer.

„… nichts mehr sollen … nichts mehr wollen wollen … nur Meer. nur Meer.“

(Verse aus dem Gedicht Meer von Erich Fried)

Viele verbringen jetzt im August ihren Urlaub am Meer oder in den Bergen. Ich bin am Meer und muss sagen: Ein Sommer am Meer ist für mich etwas Besonderes. Vielleicht weil es sich so unheimlich gut anfühlt, wenn sich die Hitze der Sonne angenehm mit einem kühlen, salzigen Wind vom Meer auf meiner Haut mischt. Vielleicht aber auch, weil das Meeresrauschen und die Rufe der Möwen meine ganze Aufmerksamkeit binden und keinen Platz für ablenkende Gedanken lassen. Und weil ich gerne am Strand durchs Wasser laufe, so wie heute früh zum Beispiel. Weiterlesen

Schlimm-Trance oder Wunder-Trance?

In welcher Gedanken-Trance bist du heute unterwegs?

Laut Gunter Schmidt (einer der bekanntesten Therapeuten Deutschlands, der mit Hypnose arbeitet) ist Trance ein geistiger Zustand, der durch die einfache Fokussierung von Aufmerksamkeit entsteht. Es ist also etwas ganz Alltägliches.

Gunter Schmidt weiß, dass wir wohl meist nicht ganz freiwillig bestimmen, wo gerade unser Fokus liegt, vielmehr geschieht “es” ganz unwillkürlich und bleibt unbewusst. Doch das heißt nicht, dass wir diesen Zustand nicht bemerken und dann unseren Willen einschalten könnten. Im Gegenteil. Wir können auf unsere Gedanken und Gefühle achten und unseren mentalen Zustand bemerken.  Danach wird eine bewusste Entscheidung darüber möglich, ob wir in einer Trance bleiben oder sie verlassen und verändern möchten. Weiterlesen

Das Gute in anderen sehen

Die Augen spiegeln das Gute in deiner Seele, so sagt der Mystiker Thomas Merton. Möglicherweise haben Sie selbst schon etwas Ähnliches in anderen Augen entdeckt. Für uns selbst erkennen wir häufig dieses Gute in unserer Seele nicht mehr so klar, zuweilen verschwimmt es, geht unter und wir glauben nicht mehr wirklich an uns selbst. Sehen jedoch andere das Gute in uns und erzählen sie uns davon, dann öffnet sich die Seele wieder und wir finden neuen Zugang. Weiterlesen

Festhalten oder loslassen?

„Die Dinge verändern sich, egal ob wir das nun wollen oder nicht.“ (Jack Kornfield)

Jetzt loslassen

Was müssten Sie eigentlich gerade loslassen? Welche Bequemlichkeit oder Trägheit? Welche Überzeugungen oder Wunschvorstellungen? Welche schlechten oder selbstschädigenden Gewohnheiten? – Immer gibt es etwas, das aufgegeben werden muss, wenn etwas anderes eine Chance haben soll. Immer treffen wir Entscheidungen zwischen Alt und Neu, zwischen Mache-ich-so-weiter oder Lasse-ich-das-hinter-mir. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ganz unbewusst, doch manche Entscheidungen brauchen unsere bewusste Aufmerksamkeit, wenn wir nicht stecken bleiben, sondern weitergehen wollen im Leben. Weiterlesen

Zeit für Wichtiges

„Wer darauf wartet, für wichtige Dinge Zeit zu haben, dem läuft sie davon.“
(Else Pannek, 1932 – 2010, deutsche Lyrikerin)

Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken auch:
Wenn ich erst XYZ gemacht/erreicht habe, dann kann ich endlich tun, was mir wichtig ist/ich schon immer tun wollte …

Und wie häufig passiert es, dass sich dann diese Zeit für das Wichtige niemals wirklich ergibt? Meine Erfahrung ist: Zeit ergibt sich nie, man muss sie sich nehmen, sonst läuft sie einem – wie Frau Pannek sagt – sprichwörtlich davon. Weiterlesen